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Weitere Flatrates, die keine Flatrates sind

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Den Anfang machte Vodafone und nun geht es munter weiter.

Congstar, der Billigheimer der Telekom, kündigt nun auch seine Flatrate-Nutzer, die den Tarif so nutzen, wie man ihn versteht.

Die Schilderungen der betroffenen Kunden machen deutlich, dass wohl nur diejenigen eine Kündigung erhalten haben, die eine SMS-Flatrate und/oder eine oder mehrere Sprach-Flatrates gebucht und diese auch entsprechend genutzt haben. In den AGB auf der Congstar-Seite und auch auf der Website des Anbieters finden sich keine Einschränkungen bezüglich der Nutzung der Flatrates, die zu einem Pauschalpreis alle Anrufe oder SMS abdecken.

[Quelle: Golem]

Damit aber nicht genug, auch Arcor reiht sich ein. Wie einige Arcor Kunden feststellen mussten, ist die Auslandsflatrate nicht ganz so flat wie man vermuten kann.

Arcors Werbung für die verschiedenen Flatrates ist auf der Homepage nicht zu übersehen. Mit den „cleveren Ergänzungen zum Paket“ könnten Kunden „endlos telefonieren“, wird behauptet. Das stimmt aber nicht.

[Quelle: FAZ]

Nun, wie kommt es, dass es nun plötzlich so viele Kündigungen hagelt?
Flatrate Tarife sind eine Mischkalkulation. Gelegenheitstelefonierer finanzieren die Dauertelefonierer mit. Dazu bedarf es aber eine entsprechende Mischung dieser beiden Nutzertypen. Überwiegt die Zahl der Dauertelfonierer, dann rechnet es sich nicht mehr und es wird die Notbremse gezogen. Nachdem nun einer angefangen hat Kunden zu kündigen, können die anderen munter mitmachen.

„Wenn einer in der Telekommunikation einen Unsinn anfängt, müssen das alle mitmachen.“ Das sprach vor langer Zeit ein damals leitender Angestellter eines großen deutschen TK-Unternehmens.

[Quelle: Xonio]

Was kann man nun machen? Als Kunde die Firmen abstrafen und zu einem anderen Anbieter gehen. Nur so einfach ist es natürlich nicht. Da spielen ja noch ganz andere Faktoren wie Verfügbarkeit etc. eine Rolle. Vielleicht auch einfach mal Rat bei dem Verbraucherschutz suchen. Vielleicht gibt es ja doch rechtliche Möglichkeiten. Laut dem Geld-Blog hat die Verbraucherschutzzentrale NRW schon Klage eingereicht.

Von Seiten der Anbieter gehört eindeutig die Wende zur Offenheit! Sagt einfach, wenn ihr eine Flat nicht als Flat verstanden haben wollt! Das ist fair und transparent! Dann kann ich mich als Kunde darauf einstellen, dass ich zB. nur 300 Minuten pro Monat vertelefonieren darf. Letztlich kommt das nur dem Image zu gute, wenn man offen und fair mit Kunden umgeht!

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