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Setzt sich Wlan nun Flächendeckend durch?

Das drahtlose Netzwerk Wlan (Wireless Local Area Network) fristet in Deutschland so ein wenig ein Schattendasein. Außer den Hotspots der T-Com, die kostenpflichtig sind (und das nicht schlecht!), findet sich kaum ein sogenannter HotSpot in den Städten. Wie es auf dem Land aussieht will ich gar nicht wissen!

Wenn ich nun mit dem Hotspot-Finder entsprechend für Heidelberg mal schaue, finde ich 51 Hotspot, davon ist einer kostenlos. Ein trauriges Ergebnis. Natürlich ist mir klar, dass nicht alle Hotspots verzeichnet sind aber dennoch ist das Ergebnis nicht toll.
Es gibt doch nichts schöneres als locker irgendwo im Cafe zu sitzen und mal kurz die E-Mails zu checken oder ein wenig entspannt bei einem Latte Macchiato zu surfen.

Mitschuld ist auch das Deutsche Rechtssystem, denn wer einen offenen Hotspot betreibt begibt sich auf sehr dünnes Eis.

Eine interessante Möglichkeit doch ein verbreitetes Wlan Netz in Deutschland zu schaffen, geht nun FON an. Wer sich kostenlos bei FON anmeldet und sich einen FON-Router holt, teilt seine Internetverbindung mit den anderen FON-Mitgliedern, den sogenannten Foneros. Da das Wlan zugangsbeschränkt ist, muss mein sich mit seinen FON-Daten einloggen. Falls es zu illegalen Aktivitäten kommt, wird FON entsprechend reagieren.

Jedes Mitglied der FON Community hat bei der Registrierung die Nutzungsbedingungen akzeptiert, die illegale Aktivitäten untersagen. Wenn ein Mitglied gegen diese Bedingungen verstößt, wird er/sie unverzüglich aus der FON Community ausgeschlossen und der Zugang gesperrt.
Darüber hinaus bietet FON Sicherheit rundum. Dein privates WiFi Signal (MyPlace) WPA verschlüsselt und somit bestens gesichert. Dein öffentliches FON WiFi Signal (FON_AP) ist durch die von FON zentral verwalteten Zugangsdaten der Foneros geschützt. Nur ein registriertes Mitglied kann sich, mit seinem bei FON gespeicherten Benutzernamen und Passwort, einloggen.
Einen FONspot zu betreiben ist daher wesentlich sicherer, als beispielsweise einen unverschlüsselten Hotspot zu betreiben.
Selbstverständlich hält sich FON an die jeweiligen lokalen Bestimmungen und Gesetzgebungen in denen FON aktiv ist. Wenn ein Mitglied vorsätzlich die gegen nationale Gesetze verstößt, werden wir mit den jeweiligen Behörden bei der Aufklärung dieser Verstöße zusammenarbeiten.

[Quelle: FON FAQ]

Derzeit gibt es noch keine bekannten Fälle von Missbrauch, daher lässt sich nicht sagen, wie das letztlich gehandhabt wird und wie die Geschichte ausgeht.

Einen interessanten Weg geht FON aber derzeit in England Großbritannien. Dort wurde ein Abkommen mit der British Telecom geschlossen und kann damit ein fast flächendeckendes Wlan-Netz bieten. Es laufen aber auch Bestrebungen, etwas ähnliches in Deutschland zu realisieren. Derzeit laufen Gespräche, das Ruhrgebiet entsprechend Abzudecken.

Ich finde das Ganze sehr interessant.
Einmal kann ich als Fonero alle FON-Spots auf der Welt kostenlos nutzen und bin damit nicht mehr so von den dezent teuren Hot-Spots der Telekom abhängig . Wer kein Fonero ist, kann sich entsprechende Tagestickets kaufen und damit dann die FON-Spots nutzen. Ein Ticket kostet derzeit 3 EUR für 24 Stunden. Das ist ein sehr fairer Preis, wie ich finde!

Ich bin ganz zuversichtlich, dass ich zukünftig mit wesentlich weniger Probleme in der Stadt oder im Urlaub online gehen kann.

Ein anderer Grund, warum sich das Wlan nun verbreiten kann, ist der neue Ipod Touch von Apple. Er sieht dem iPhone sehr ähnlich, hat auch so eine Multitouch-Oberfläche und vor allem Wlan! Damit kann man sich Musik aus dem Internet runterladen und surfen.
Nachdem die iPods sicher immer Ruckzuck verbreiten, wird der Bedarf an Hotspots steigen. Der eco-Verband bringt es wie folgt auf den Punkt:

Steve Jobs gebührt die Ehre, das mobile Internet zum Massenmarkt zu machen“, sagt eco-Geschäftsführer Harald A. Summa. „Durch den Zugang per WLAN statt über das Mobilfunknetz deklassiert Jobs zugleich die langjährigen Versuche der Mobilfunkbetreiber, das mobile Internet als closed shop unter sich aufzuteilen. Der iPod Touch markiert den Anfang vom Ende des Oligopols der Mobilfunkkonzerne beim mobilen Internet. Er verhilft hoffentlich auch in Deutschland dem WLAN als einzigem wirklich offenem Zugang zum Internet unterwegs zum Durchbruch auf breiter Front.

[Quelle: eco-Verband]

Man kann ja gegen Apple und Steve Jobs sagen was man möchte aber sie haben es raus, Hypes zu begründen. Keine Frage! Auch wenn ich inzwischen ein Gegner von Apple geworden bin. Die Strategie, wie Apple mit den Kunden mit iPhone gängelt, beschränkt und ans Bein pinkelt, geht mir ebenso gegen den Strich, wie sie Linux-User ausschließen.

Nun, sie sollen aber mal den Weg für ein allgemeines Wlan bereiten und dann können sie sich zurückziehen. 🙂

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