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Erster Cross-Platform Virus für Windows und Linux [Update]

Wie ich gerade im Weblog von Kaspersky lesen durfte, gibt es nun auch endlich den ersten Cross-Plattformvirus fürLinux und Windows. Endlich wachsen die zwei Welten zusammen 🙁

Der Virus hört auf den Namen Virus.Linux.Bi.a / Virus.Win32.Bi.a. und ist nur ein Testvirus, der aufzeigen soll, dass solche Cross-Plattformviren möglich sind. Laut Kaspersky (und dem gesunden Menschenverstand) wird es aber nicht lange dauern, bis der erste wirkliche Schadvirus auf Basis dieses Testes sein Unwesen treiben wird. Bisher infiziert der Virus nur alle Dateien im aktellen Verzeichnis.

Es scheint nun, als ob Linux auch für die Virenschreiber interessant wird. Kann man das als Adelung verstehen? Denn schließlich lohnt sich der Aufwand für so einen Virenschreiber nur, wenn es etwas zum infizieren gibt und anscheinend haben die Linuxuser die kritische Masse nun überschritten. War ja auch nur eine Frage der Zeit.

Damit wird sich nun endlich zeigen, welches OS das wirklich sicherere ist. Windows vs. Linux. Der Kampf geht in die nächste Runde.
Ich denke ja, das in Bezug auf Viren beide OS sicher sein können, aber der Schutz und die Sicherheit steht und fällt mit dem Nutzer!
Wer unbedarft surft, keinen aktuellen Virenscanner nutzt, sich mit einem verwundbaren E-Mail-Programm und/oder Browser durch das Netz bewegt und alle E-Mail-Anhänge sowie jede Datei aus dubiosen Quellen planlos öffnet, darf sich nicht wundern, wenn er verseucht wird! Da spielt es keine Rolle, ob er mit Windows oder Linux unterwegs ist.

Ich sage immer, dass ein aktueller Virenscanner, eine gehörige Portion Misstrauen, Vorsicht und gesunder Menschenverstand 80% der Gefahren abhält. Dann noch sichere Tools wie Thunderbird und Firefox genutzt und man ist mit 98% auf der sicheren Seite.

Die Linuxuser müssen aber nun auch ihre Sorglosigkeit verlieren, denn die Zeiten der Ruhe sind vorbei. Zwar dürfte selbst der kleinste Linux-Frischling nicht permanent als Root eingeloggt sein und damit würde sich Schaden ja auch begrenzen aber dennoch wären vielleicht private Daten infiziert und damit nicht mehr brauchbar. Als Windows Benutzer ist es aber ja ganz normal alles als Admin zu machen, ist ja so schön bequem.
Auch wird der Linuxuser sich in Zukunft vielleicht auch eher Gedanken über die Sicherheit seiner Rechner machen. Wo wir dann aber beim Problem sind. Mit Hilfe von Ubuntu und Co findet Linux eine größere Verbreitung aber um Linux sicher zu machen un sicher zuhalten, gehört dann doch noch oft ein wenig mehr dazu. Viele Neulinge sind ja schon bei einfachsten Dingen überfordert, was sich bei den teilweisen extrem trivialen Fragen im deutschen Forum von Ubuntuusers zeigt.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Linux durch seine nicht ganz einfach Konfiguration in den falschen (User)Händen Angreifern Tür und Tor öffnen kann. Die Zukunft wird es aber zeigen.

[Update] Inzwischen berichtet auch Thema.

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