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Ein paar gramm Gastsenf zum Samsung Galaxy I7500 Handy

Hallo zusammen,

hier sind sie nun meine paar gramm Gastsenf zum Samsung Galaxy.

(Ein Wort der Warnung… die paar Gramm sind in einen laaaangen Blogeintrag eingearbeitet… weiterlesen auf eigene Gefahr 😉 hehe)

Vorwort und Krimskrams:

Zuerst vielleicht ein paar worte zum „VorgĂ€ngerhandy“, damit man weis von welchem Ausgangspunkt ich das Galaxy her sehe. Vorher hatte ich ein Windows Mobile HTC Tytn II (auch Kaiser genannt). Wenngleich auch andere Menschen den Tytn II in knapp 4 Stunden akkutechnisch in die Knie zwingen, so hielt er bei mir (bei moderater bis wenig Benutzung) zwischen 1-3 Tage. Als ehem. wenigtelefonierer vom Handy aus war das auch soweit ok. Ein gern genutzes Feature war das GPS fĂŒr das ich mir auch die Navigon Software gekauft hatte.

Vom ersten Eindruck des Samsungs her, konnte der HTC Optisch und Displaytechnisch nicht mithalten. Das Samsung sieht super aus und hat ein Display, das bei voller Helligkeitsstufe leichte Netzhautverbrennungen verursachen kann 😉
Aber, wie bei allem „Neuen“ muss es erst einmal die ersten paar Tage / Wochen durchhalten und sich bewĂ€hren.

Mein erster Eindruck war: Hmm, in so einem kleinen Dingel steckt also nun alles was mein HTC konnte und mehr?

Kurze Bestandsaufnahme:

1. gutes Display -> check!
2. ordentlicher Akku -> check!
3. Touchsteuerung -> check!
4. GPS und damit Navi-Möglichkeit -> check!
5. Möglichkeit neue Programme (Apps) zu installieren und zu nutzen -> Check!
6. iSilo Text-Reader verfĂŒgbar -> check!
7. Speicher via Karte erweiterbar -> check!

Jetzt, so nach dem 3.ten Aufladen hÀlt bei meiner Nutzung das Samsung ca. 2 Tage. In diesen zwei Tagen hatte das Samsung aber mehr zu tun als das HTC in mehreren Wochen:

1. ca. 16h WLAN an. (Sa. und So. fast den ganzen Tag WLAN an.)
2. alle 30 Min. Emails abrufen.
3. ca. 2h Internet Radio (last.fm)
4. 1,5h telefonieren (hat im 2g Modus viel Saft gezogen… allerdings war WLAN meist gleichzeitig auch an).
5. ca. 2 Stunden Bubble Defense gespielt (eine Art TowerDefense, nett)…

Bei soviel Nutzung hat es mich wirklich gewundert, das es nicht schon viel frĂŒher schlapp gemacht hat. Mein altes HTC hĂ€tte nicht einmal den ersten Tag bei solcher Nutzung ĂŒberstanden.

Erste EindrĂŒcke:

Gehen wir nochmal zurĂŒck zu den „ersten“ Momenten eines frischgebackenen Galaxy Besitzers. Jep es ist zwar super, wenn das Handy ankommt, man es aus der Verpackung nimmt und eigentlich am liebsten sofort losspielen möchte. Im Interesse einer guten und langen Akkulebensdauer, habe ich erstmal das Handy ordentlich laden lassen (laut einschlĂ€gigen Foren min. 8-10h). Dann sollte man das Handy nutzen, bis es von selbst herunterfĂ€hrt, also aus geht. Am besten macht man das die ersten paar (5-6) Ladungen. Ich kann das so bestĂ€tigen, meine vorherigen Handys, sogar das HTC, haben so im Vergleich zu ersten Ladung stets noch ordentlich Laufzeit zugelegt.

So, Handy geladen und dann ist es soweit. Einschalten! Zuerstmal war ich von der QualitĂ€t des Displays beeindruckt, obwohl das Handy nur „hochfĂ€hrt“ ist es ein sauberes sehr helles und klares Bild. Die Startmelodie erklingt und dann endlich nach nur 20-30 (aber als ewig anfĂŒhlende) sekunden werde ich nach der Pin gefragt.

Kaum bin ich auf der StartoberflĂ€che, wird erst einmal ein bisschen damit gespielt. Kurz, die Bewegungserkennung ist sehr gut, flĂŒssig. Jedoch wenn ich zwischen den 3 BildschirmemoberflĂ€chen (nach links schieben, oder nach rechts schieben) wechsle, dann hakt dies manchmal und er wechselt nicht den Schirm. Positiv ist natĂŒrlich, das man (Ă€hnlich einem Linux-Desktop, z.B. KDE oder Gnome) ĂŒberhaupt mehrere Bildschirme hat.

Ehrlich gesagt mit einem Bildschirm wĂ€re es definitiv nicht getan. Da man alle Bewegungen und Eingaben mit den Fingern macht, sind die Icons gross genug gestaltet worden. Etwas schwach empfinde ich auch die GrundbestĂŒckung des Android Systems. Zumindest eine Art Notizblock hĂ€tte man einbauen sollen. Auch einige andere Programme bzw. Funktionen vermisste ich am Start. Generell jedoch, kam ich ohne die Anleitung gelesen zu haben, recht gut zurecht. Die Einstellungsmöglichkeiten sind ausreichend fĂŒr den „normalen“ Benutzer (wie ich einer bin.).

Display & Sound

Das Display macht einen hervorragenden Eindruck. Aus fast jedem Blickwinkel sieht man den Bildschirminhalt super. Das in einigen Foren angesprochene „Flimmern“ ist mir lediglich bei einem weissen Bildschirmhintergrund aufgefallen. (z.B.: Webbrowser). Bei anderen Anwendungen ist es mir bisher nicht aufgefallen, auch bei einigen Spielen nicht. Ansonsten kann man zum Display sagen das die Helligkeitseinstellungen allen Anforderungen (knallendes Sonnenlicht usw.) gewachsen sind. Die automatische Helligkeitseinstellung ist manchmal etwas nervig. Bei Neonröhren scheint ausserdem der Bildschirm (bei mir zumindest) etwas zu flackern. Schalte ich die automatische Helligkeitsanpassung ab, dann habe ich das nicht. Ich habe aktuell das Display ohne automatische Helligkeitsanpassung auf niedrigste Stufe eingestellt und war bisher nie gezwungen mal die Helligkeit höher zu stellen, weil ich nichts, oder zu wenig sehen konnte. Ein doppel-plus zum Display!

Der Sound erscheint mir etwas schwach ĂŒber die mitgelieferten Kopfhöhrer rĂŒber zu kommen. Bis mir auffiel, das man auf den richtigen Sitz der In-Ear Höhrer achten muss. Erst wenn die Dinger richtig sitzen kommt der Sound viel besser rĂŒber. Gut in den mitteleren Tonlagen, gut in den BĂ€ssen und schön klar bei den hohen Tönen. Nicht schlecht fĂŒr ein Handy, meiner Meinung nach. Mit meinen Sennheiser Kopfhörern kommt der Sound nochmal so gut daher. Wobei er etwas „matter“ klingt als z.B.: ĂŒber meinen Iriver MP3-Player.

Gut zu wissen:
a) Sehr schön finde ich, das man die KlingeltonlautstÀrke unabhÀngig von der MedienlautstÀrke einstellen kann!
b) Super ist das der Sensor fĂŒr die Helligkeit mit benutzt wird beim Telefonieren. Ich habe meine Mailbox eingestellt und immer wenn ich das Telefon vom Ohr genommen habe um eine Zahl einzugeben, wurde das Zahlenfeld automatisch eingeblendet!

Display und Sound sind etwas sehr, sehr (ich sags nochmal) sehr Subjektives. Ich bin vom Display des Samsung Galaxy ehrlich begeistert. Der Ton ist definitiv ok. Wobei ich beim MP3 hören, dann doch lieber bei meinem alten iRiver MP3 Player bleibe.

Apps, Market und Googlemail-Kontozwang…

ZunĂ€chst habe ich mich bei Google angemeldet um ĂŒberhaupt den Market nutzen zu können. Ohne Google Konto funktioniert das nicht. Ich habe in einigen Foren gelesen, das man sich doch damit abfinden solle, das man ein Google Konto benötigt, schließlich wĂŒrde man das ja auch vor dem Kauf wissen. Die Meinungen gehen da auseinander und ich bin der Meinung, das man irgendeine Identifikation fĂŒr den Market schon benötigt.

Aussagen, das fĂŒr bestimmte Funktionen z.B. Kontakte zu ĂŒbertragen, man doch Google benutzen soll/muss gefallen mir gar nicht. Ich gebe da lieber die Daten manuell ein anstatt sie via Google zu syncen. Klar geht es einfacher, aber Google ist mir in den Medien als ziemlich DatensammelwĂŒtig erschienen. Ich hĂ€tte einfach gerne die Wahl: Nein zu sagen, ohne komplett auf das Handy zu verzichten. Schließlich kauft man ja kein Auto, das sich nur nach Onlineregistrierung betanken lĂ€sst… Der Vergleich mag hinken, dennoch bin ich der Meinung, das wenn ich Produkt A kaufe, nicht unbedingt dazu gezwungen werden möchte Produkte B, C und was sonst noch kaufen/nutzen zu mĂŒssen.

Kommen wir zum Market selbst. Mein erster Eindruck war, das der Market ziemlich unaufgerĂ€umt daher kommt. Klar man kann seine Suche eingrenzen auf alle Anwendungen, einzelne Anwendungsbereiche (z.B.: Reisen, Nachrichten usw.) Spiele sind selbst seperat und dort auch nochmal untergliedert. Das mĂŒsste doch reichen, sollte man denken. Ich fand es dennoch sehr unaufgerĂ€umt. Ich habe nicht die Möglichkeit z.B.: mir die EintrĂ€ge alphabetisch sortiert anzeigen zu lassen. Nur nach Datum, oder beliebteste EintrĂ€ge… wobei ich mir nicht sicher bin, wie die beliebtesten EintrĂ€ge zustande kommen. Nur nach der 1-5Sterne-Bewertungen? 90% der Programme scheinen eine 4 Sterne-Bewertung zu haben. Zumal die Sternchen mir nix sagen, was das App ĂŒberhaupt macht, also ob es fĂŒr mich in Frage kommt… Das zeigt sich erst, wenn ich eines der Apps einmal „anklicke“ um mir die Details anzuzeigen.

Etwas merkwĂŒrdig verhĂ€lt sich die Suche. Ich suchte nach dem Barcodescanner. Die Suche findet das Programm nur, wenn der Name wirklich exakt korrekt geschrieben ist… ein leerzeichen am ende zu viel, oder Gross- und Kleinschreibung anders, schon wird es entweder gar nicht, oder dutzende andere Programme gefunden. Verglichen mit der Google-Suche fĂŒrs Internet ist das eine seeeehr schwache Suchfunktion und gerade das im Market…
Ehrlich, da war ich schon etwas enttÀuscht.

Einfacher ist es, wie auch schon von Frank beschrieben, ĂŒber den normalen Webbrowser am PC nach Apps zu suchen und diese dann gezielt zu installieren. Entweder man lĂ€dt Sie direkt herunter und installiert die Programme mit dem App: AppInstaller oder die komfortable Version ĂŒber Androidpit mittels eines QR-Barcodes, die sich einfach und schnell vom Monitor aus abfotografieren lassen. (Siehe auch Franks Artikel dazu: Der Android Market)

Kommen wir nun zu den Apps selbst. Mir persönlich haben gerade am Anfang besonders gut gefallen:

AK Notepad -> Sehr nettes Notiz-app. Schlicht, funktioniert, gut.
Useful Switchers -> sehr gutes Tool um die wichtigsten Einstellungen mit einem App zu bedienen.
Barcode Scanner -> Liest Barcodes mit der Kamera ein. Anschliessend kann man nach den eingelesenen Barcode im Internet suchen, oder diese Infos versenden. Super, wills nicht mehr missen.
AppInstaller -> Damit kann man APK-Dateien (Apps) von der SD-Karte installieren, sehr gut!
iSilo Reader -> Sehr guter Reader fĂŒr das „Palm book Format“
Bubble -> Nutzt die Sensoren des Handys als Wasserwaage, nett!

NatĂŒrlich gibt es im Market und sonst noch unglaublich viele andere Tools und Apps die fĂŒr mich nun vielleicht nicht so interessant sind, aber fĂŒr andere das Non-Plus sind. Das schöne am Market ist, viele Programme sind gratis, oder zumindest als „LITE Version“ gratis antestbar. Selbst gekaufte Apps kann man innerhalb 24h zurĂŒckgeben und bekommt sein Geld zurĂŒck. Die Apps selbst liegen preislich meist im bezahlbaren Bereich, 0,50 bis 4 Euro sind die Regel.

Kommen wir zu einem „noch“ Ärgerpunkt, das man bisher nur mit Kreditkarte zahlen kann. Gerade als nicht-Karten-Besitzer ist das ziemlich doof, da ich mir nur fĂŒr den Market keine Karte machen lassen möchte. Zum GlĂŒck könnte sich das ja bald Ă€ndern (steht auch in Franks Artikel).

Leider bin ich kein Programmierer, denn nun kommen wir noch zu einem App, das mir noch fehlt, bzw. in der von mir gewĂŒnschten Form habe ich das bisher im Market, oder im Web, fĂŒr Android noch nicht finden können. (vielleicht liest das ja der ein oder andere Programmierer…)

1. Datensicherungstool bzw. Einstellungssicherung inkl. Kontakte usw. Ich möchte schon die Möglichkeit haben meine Einstellungen (jaa, alle) inkl. Kontakte, sms, Apps und app-Daten als ein Imagefile auf eine SD-Karte zu sichern und bei Bedarf zurĂŒck zu spielen. Auch wenn, viele der Meinung sind, das man dies ja ruhig ĂŒber googlemail machen kann, so bin ich anderer Meinung. Ein gut funktionierendes App, wĂ€re mir da auch den einen oder anderen Euro wert.

Vielleicht bin ich vom alten Palm-PDA noch verwöhnt. Aber dort konnte ich mit einem Backup-App, alles wiederherstellen, direkt von der SD-Karte aus, ohne Onlinegedöns und auch schnell!

Fazit und weiteres:

Ich werde das Galaxy weiterhin so intensiv, wie bisher nutzen. So gesehen, hat es sich fĂŒr mich definitiv gelohnt. Alleine der Gesichtsausdruck vom xy-Markt VerkĂ€ufer, der mir immer wieder weismachen möchte, das der Einzelhandel sich NICHT mit dem Onlinehandel vergleichen kann, wenn ich ĂŒber den Preis verhandeln möchte… Handy gezĂŒckt. Produkt via Barcode Scanner eingescannt und auf den Preissuchmaschinen um 50% gĂŒnstiger gefunden… Oder die Möglichkeit mal kurz ĂŒber das Web die nĂ€chste Kaffeetanke rauszusuchen… Super.
(Solche mein Android und ich Geschichten, werde ich hier auch noch zum Besten geben.)

Kurzum, ein Android Handy ist vielfĂ€ltig Nutzbar. Selbst, wenn man nur „so“ einen Google-Account alleine fĂŒr das Handy anlegt. Man kann das Handy grösstenteils auch offline nutzen (apps via SD-Karte installieren usw.). Den grössten Nutzen hat man meiner Meinung nach mit einer Internetflat (die ja auch Mobil nicht mehr die Welt kosten).

Die Akkulaufzeit von 1-3 Tagen (1 Tag bei heftiger Nutzung) finde ich fĂŒr ein Smartphone mit all diesen Funktionen und der scheinbar endlosen Erweiterbarkeit (dank software) durchaus OK. Klar, mehr darf es immer sein.

Aber das ist fĂŒr mich das erste Smartphone, das auch praktisch mal einsetzbar ist. Denn mindestens EINEN Tag muss so ein Handy halten.

Damit beende ich meine paar gramm Senf und werde mich vielleicht mal zu diesem oder jenem hier als Gast-Senfler Àussern.

In diesem Sinne:

Gruss
Chillur

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