Datenschützer zwingen Google Analytics in die Knie

Aus Munins Gedächtnis. Dieser Beitrag ist von Mai 2010. Links und Angaben können inzwischen veraltet sein.

Provokanter Titel. Ich habe aber auch nicht damit gerechnet, dass Google irgendwann doch den Forderungen der Datenschützer nach kommt.

Google bietet nun ein Browser Addon an, welches das Erfassen der Daten durch Google Analytics unterbindet. Damit kommt Google der Forderung nach einer Opt-Out Möglichkeit nach.

Die im Google Datenschutz-Center erhältliche Browser-Ergänzung unterbindet die Ausführung des JavaScripts von Google Analytics. Allerdings lässt sich bislang nicht von Seite zu Seite entscheiden, ob Daten an Google Analytics übermittelt werden. Abschalten lässt sich das Plug-in nur durch eine Deinstallation.

[Quelle: Internet World Business]

Diese Methode ist aber wohl die schwächste Methode der Forderung nachzukommen. Denn wie viele Nutzer installiere sich denn schon das Addon? Wie viele bekommen denn mit, dass es das Addon überhaupt gibt? Es wird nur eine verschwindend geringe Minderheit sein!

Ich persönlich nutze schon seit langer Zeit das Firefox Addon Adblock Plus um mich vor Google Analytics und anderen Trackern zu schützen. Indem ich die entsprechenden Elemente blocke, werde ich nicht getrackt und das nicht nur von Google Analytics sondern auch von allen anderen Trackern, wenn ich sie in meine Blockliste eintrage.
Wie man Adblock Plus installiert und nutzt, erfährt man auf der Webseite der Anwendung.

Für Webmaster bietet Google nun auch die Möglichkeit an, den ersten Block der IP-Adresse zu anonymisieren. Auch hier kommen sie wieder den Forderungen der Datenschützer weitgehend nach. Google wäre aber nicht Google, wenn sie es den Webmastern hier leicht machen würden.

Um die IP-Adresse zu anonymisieren, muss der Webmaster in den Google Analytics Tracking Code eine Zeile hinzufügen - manuell!

Wer nun den Code manuell eingebunden hat, muss also wieder aktiv werden. Wer ein Modul, wie zB. das Google Analytics Modul für Drupal nutzt, wird früher oder später die Möglichkeit erhalten, es im Modul einstellen zu können.

In beiden Fällen wälzt Google aber die Verantwortung ab auf den Nutzer und den Webmaster. Google halt...

via Golem

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