Bitkom mag ich nicht
Aus Munins Gedächtnis. Dieser Beitrag ist von Juli 2007. Links und Angaben können inzwischen veraltet sein.
Ich hatte beruflich mit dem Gedanken gespielt, der Bitkom beizutreten. Ich lese aber immer mehr über die Bitkom, was mir nicht gefällt.
Natürlich ist die Bitkom die Lobby der IT-Industrie, das sagt sie ja selber:
BITKOM ist das Sprachrohr der IT-, Telekommunikations und Neue-Medien-Branche. BITKOM vertritt mehr als 1.000 Unternehmen, davon 850 Direktmitglieder. Hierzu gehören fast alle Global Player und großen Anbieter sowie 600 leistungsstarke Mittelständler. Die BITKOM-Mitglieder erwirtschaften im deutschen ITK-Markt 120 Milliarden Euro Umsatz und exportieren Hightech im Wert von 50 Milliarden Euro. BITKOM repräsentiert fast 90 Prozent des Markts.
[Quelle: Bitkom]
Aber was die Bitkom alles fordert, stößt mir langsam echt negativ auf. Derzeit macht die Bitkom sich für mehr Videoüberwachung stark. Und warum? Sicher nicht um uns ach so gefährdeten Bürgern das Leben sicherer zu gestalten! Was sind aber die Gründe der Bitkom?
Der mit Abstand größte Markt in Europa blieb aber Großbritannien. Hier lagen die Umsätze im vergangenen Jahr bei 661 Millionen Euro (2005: 630 Millionen Euro). Damit investieren die Briten mehr als drei Mal so viel in Elektronik zur Videoüberwachung wie die Deutschen.
[Quelle: Golem]
Aha, daher weht der Wind! Da will die Bitkom sich einfach stark machen, dass Steuergelder für mehr Videoüberwachung ausgegeben wird. Dabei haben uns gerade erst die aktuellen Anschläge in Großbritannien gezeigt, dass mehr Videoüberwachung nicht mehr Sicherheit bedeutet!
Ist es legitim, mit der Angst zu werben und die derzeitige Situation auszunutzen um den Aktionismus der Politiker auszunutzen und mehr Gewinne zu machen? Gesetzlich verboten sicherlich nicht aber moralisch schon!
Daher streiche ich die Bitkom von der Liste interessanter Interessenverbände und werde mein möglichstes tun, dass ich beruflich nichts mit den zu tun haben werde. Sollen doch andere Firmen so einen fragwürdigen Lobbyismus unterstützen.
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