raven :: online

raven :: online

Adobe knebelt das Web

Reading Time: 1
Youtube, Google Video, MyVideo, Clipfish – die Liste kann man nahezu endlos fortsetzen. Was diese Seiten alle gemeinsam haben? Nun sie setzen auf Video, auf Flash-Videos.

Videos boomen im Netz. Immer mehr Webseiten bieten einen Videoupload an. Klar, Bewegtbilder sind einfach interessant. Nun kommt aber, was kommen muss. Der Gedanke an Geld wird groß. Wie kann man mit diesen Videos verdienen? Nur mit ein paar Werbelinks neben dem Video kann man nicht genug Reibach machen. Der nächste, konsequente Schritt ist Werbung im Video. Google will auch diesmal wieder der Vorreiter spielen.

Ein anderer Weg der Monetarisierung von den Flash-Videos ist eine Knebelung der Inhalte per DRM. Diesen Weg will Adobe vorantreiben.

Die Software-Schmiede wird mit der neuen Version 9 ihres Flash Players ein digitales Rechtemanagement (DRM) einführen, welches die Kommunikation zwischen Server und Flashplayer verschlüsseln und alternative Player aussperren kann.

[Quelle: Spiegel]

Nun, ich halte generell nichts von DRM. Daher erachte ich die Bemühungen als unnötig. Ich denke aber auch, dass Adobe sich damit keinen großen Gefallen tut. Wenn Flash nun so gegängelt wird, dürfte sehr bald ein alternatives Format entstehen. Derweil ist kein Bedarf an einer Alternative, der wird aber kommen. Natürlich ist das ein großer Schritt und es wird eine Weile dauern, bis sich das neue Format durchsetzen wird – aber es wird passieren.

Gerade heute sind die Nutzer sehr sensibel was eine Knebelung angeht. Die Bereitschaft für Content zu zahlen ist nicht sehr hoch und der Erfolg von den ganzen Flash-Video-Plattformen liegt mit Sicherheit in dem kostenlosen Content.

0

Leave A Comment

Your email address will not be published.