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Achtsam sein. Glücklich sein. #100happydays

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Alle hetzen wir durch den Tag. Auf der Bühne des Lebens rennen und strampeln wir uns ab. Wofür? Für ein klein wenig mehr. Mehr von was denn?
Im November hatte ich darüber geschrieben, wie mich Ärger weiterbringt und warum ich nicht jammere. Ich konnte es nicht fassen, wie sich durch den Artikel meine Sicht verändert hat.Alleine die Erkenntnis, das ich nicht jammere sondern der Ärger mir Kraft gibt, hat mich zusätzlich mit Energie versorgt. Ein guter Schritt. Nach vorne.Das war es dann aber noch nicht, oder?! Nein.

100 Tage glücklich sein

Bei Jochen bin ich auf den Hashtag #100happydays bei Facebook aufmerksam geworden. Ich konnte damit nur wenig bis nichts anfangen. Hatte aber auch nie darüber nachgedacht zu recherchieren. Dann bin ich durch Zufall über einen Tweet von Rainer zu 100 Happy Days in meiner Timeline gestolpert – mit Link! Die Neugierde siegte.

Das Ziel der Webseite ist es, uns in der immer schneller werdenden Zeit innehalten zu lassen. Den Blick zu schärfen und uns jeden Tag etwas Glück erkennen zu lassen. Wer an der Aktion teilnimmt, der teilt jeden Tag sein Glück mit einem Foto. Dabei ist es egal ob es sich um ein Treffen mit Freunden, eine tolle erledigte Aufgabe, ein tolles essen oder das Heimkommen nach einem langen Tag ist.
Die ‚Verpflichtung‘ sein Glück zu teilen ist natürlich freiwillig. Jedoch ist es wie immer, eine öffentlich ausgesprochene Verpflichtung wirkt und motiviert uns.

Was heißt denn nun teilen? Sein Glück kann jeder Teilnehmer über verschiedne Arten teilen. Entweder über Twitter wie ich es tue aber auch via Facebook oder Instagram. Jeweils mit dem Hashtag #100happydays getaggt.
We res gerne weniger öffentlich hat, kann seine Bilder auch wo anders veröffentlichen, sollte nur dem 100happydays Team Bescheid sagen, wo er dies macht oder er sendet seine Momente per Mail.
Da sollte im Grunde für jeden etwas dabei sein.

Warum braucht es 100happydays?

Wir sind alle gestresst. Jammern gerne und viel. Stöhnen. Wegen dem Wetter. Der Last. Der Arbeit. Jammern gerne und viel. Wir geraten in den Strom des Jammerns. Um mich herum wird gejammert. Der eine mehr, der andere weniger. Seit ich mich meines Jammerns gestellt habe, ist mir aufgefallen, wer alles um mich herum jammert. Super schön hat es mir gefallen, zu sehen, das es Felsen in der Brandung gibt, die trotzig sich des Jammerns verweigern.
Bei den allermeisten um mich herum ist das Jammern wirklich *Jammern auf hohem Niveau* ist. Irgendwie gehört Jammern zum guten Ton. Wir lassen uns in diesen Strudel hineinziehen. Bekommen es nicht mit. Wie wir Jammern.
Dabei hat jeder von uns so viele Momente am Tag, wo er Glück erfährt. Wir erkennen sie nur nicht. Das hat auch etwas mit Achtsamkeit zu tun. Wir sind getrieben, im Stress und immer auf dem Weg. Halten nie an und nehmen den Augenblick wahr. Haben den Blick für die glücklichen Momente verloren.

100happydays zwingt mich nun dazu, spätestens am Abend mir Gedanken zu machen und ‚meinen Moment des Glücks‘ zu suchen. Wobei das bei mir nicht mehr so schwer ist. Denn egal wie der Tag auch läuft, der Nestling (wie ich unseren Sohn in den Weiten des Netzes nenne) bietet mir immer mindestens einen Moment des Glücks. Aber auch die nehme ich nun bewusster wahr. Es ist die Achtsamkeit. Das Innehalten und das Öffnen. Einfach den Moment aufnehmen. Ich möchte doch darüber hinaus noch mehr wahrnehmen. Mehr Achtsamkeit. Und ich stelle fest, wie viel schönes mir widerfährt. Oft sind es nur Kleinigkeiten, die ich sonst übersehe.

Achtsamkeit, Glück und ‚Weltfrieden‘

Da grüße ich die Kassiererin an der Kasse mit einem fröhlichen ‚Hallo!‘ und sie zuckt kurz zusammen. Gewohnt ist sie entweder keine Reaktion oder missmutiges Gebrummel. Da bietet mein kurzer Gruß eine freundliche Abwechslung und sie quittiert dies mit einem herzlichen Gruß. Der Moment indem ich die Person überrascht, positiv, habe und sie sich gefreut hat, das ist auch ein Moment des Glücks. Vielleicht nur eine Mikrosekunde aber egal.

Möglichkeiten dazu bieten sich mir und uns allen jeden Tag. Egal wo. Im Beruf, im Verkehr, beim Einkaufen, auf der Straße, am Telefon. Im Netz.

Wir müssen nur Achtsam sein. Dann gewinnen wir zunehmend glückliche Augenblicke und verdrängen das Jammern.

Wird die Welt da durch besser? Ich weiß es nicht. Ich denke und hoffe schon aber letztlich wird meine Welt dadurch schöner und das ist doch schon etwas.

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Photo By: Picjumbo
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